Entgegen den Empfehlungen von Experten und der Meinung der lokalen Bevölkerung wurde der «Amazonian Parkof Guyana» per Anordnung am 27. Februar 2007 gebildet. Dies bedeutete, dass das ehemals reservierte und «verbotene» Territorium der einheimischen Indianer von Frankreich im Stich gelassen wurde. Die Pufferzone des Parks wird zu 100% geschützt, nicht aber das Land auf welchem die 1200 Wayana Indianer leben.
Diese haben klar gegen das Parkprojekt protestiert und forderten die Erweiterung der Pufferzone, so dass auch ihr Lebensraum gegen umwelt-, gesundheitliche- und soziale Schäden, verursacht durch den Goldabbau, geschützt wird.
Durch die Errichtung dieses Parks, ist der Zugang zu diesem Amerindianischen Territorium für Ausländer nicht mehr länger verboten. Zum ersten Mal ist das Land ihrer Ahnen offen für andere Personen, Ökologische Entwicklung und touristische Aktivitäten. Am schlimmsten ist aber das Goldfieber, was diese Region seit ein paar Jahren heimsucht. Die illegalen Goldgräber und Gold-Förderungsfirmen überfallen das Land der Wayanas. Vor allem aber gefährdet das Quecksilber, was zur Bindung der Goldflocken benützt wird, die Gesundheit der Kinder der Einheimischen.
In ihren abgelegenen und abgeschotteten Dörfern gibt es meist kein Trinkwasser und keinen Strom, dennoch boomt überall um sie herum die Goldgewinnung. Das Wasser des Flusses wurde dadurch trüb und durch das Quecksilber, welches die Goldgräber verwenden, vergiftet. So gibt es immer weniger Fische. Aus diesem Grunde haben sich die Wayana dazu entschlossen bei diesem Film mitzumachen, damit ihre Stimme endlich weltweit wahrgenommen wird. Es ist auch die Stimme des bedrohten Regenwaldes.
Über diese lokale Geschichte hinaus soll «Dirty Paradise» ein Beispiel sein für den Anfang eines ökologischen Kampfes, geführt von den Amerindians gegen die Goldgräber, die Ihr Territorium überfallen haben. Ein Exempel für die schwierige Koexistenz zweier konfliktreicher Welten. Dieser Dokumentarfilm zeigt den Standpunkt der Opfer in seinem lebensbedrohlichen Kontext.
